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Ewig leben die Gedanken

Eigene Überlegungen, philosophischer Natur, lassen mich schon seit Jahren staunen, dass bestimmte Gedanken zeitlich und räumlich getrennter Menschen unabhängig von einander neu erdacht werden.

Im Juli letzten Jahres faszinierte mich dann ein Artikel auf Spiegel Online worin in Aussicht gestellt wurde, dass wir eines Tages unser Bewußtsein auf einen Chip laden könnten und somit nur noch unser Körper sterben muss. Auch diese Artikel auf 3sat Online lassen keinen Zweifel, dass die Technik sich in diese Richtung entwickeln wird.

So malte ich mir als Kind, wohl gemerkt in der DDR, aus, dass eine Welt ohne Geld doch schön wäre, weil ich mir dann all die schönen Loks für meine Modelleisenbahn “kaufen” könnte. Da war ich noch in einem Alter, in dem ich unmöglich Marx oder Engels hätte erfassen können, abgesehen davon, dass ich nur annähernd gewußt hätte wer diese beiden waren und was sie erdacht hatten.

Lange Rede kurzer Sinn. Es folgt ein Lied auf ewige Gedanken:

Ewig leben die Gedanken

Ja bereits die Griechen wussten
Von gekrümmten Erdenkrusten.
Plandiktat vom Vatikan
hielt nicht wirklich lange an.

Demokratie war auch bekannt;
Wanden einst die Römer an.
Bis Franzosen Freiheit brachten
Waren’s Herrscher, die da lachten.

Ewig leben die Gedanken
Kennen keine sterblich Schranken.
Überdauern Zeit und Raum
Halten sich in manchem Traum.

So geschehen mit Menschenrechten,
Die erhaben über Schlechtem.
Wer träumt nicht von ew’gen Frieden,
Dass sich alle Menschen lieben?

Wer hat nicht auch mal erdacht,
Dass die Welt ohn’ Geld erwacht?
Dass man Waffen niederlegt,
Nahrung hin zur Not bewegt,
Länder keine Grenzen haben,
Menschen keine Wale jagen,
Gestern, morgen, heute, hier:
Erdenbürger, das sind wir!

Ewig leben die Gedanken
Kennen keine sterblich Schranken.
Überdauern Zeit und Raum
Halten sich in manchem Traum.

#201, RW, 2010-03-23 23:30 CET

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Keine Stimmung
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Erstellt 24 Mar 2010 von Robert in Gedichte, Streben nach Glück