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Der Gaul

Wenn ich in meinem Kopf nicht mehr Gedankenfreiheit erreichen kann, dann ist es Zeit, ein langes Gedicht zu schreiben. Das ist mein Rezept, um einen klaren Kopf zu bekommen.

Der Gaul

Letztlich bin ich nur ein Gaul,
Edel zwar und gar nicht faul.
Gut gezähmt als Werkstudent,
Startbox auf, schaut wie er rennt!

Wahrhaft wirklich, wie er rannte,
Die Begeisterung, sie brannte,
Nahe an Genie und Wahn;
Heimische Galopprennbahn.

Gierige Begeisterung
Vor verfrühter Meisterung
Lockt den Gaul zu Golfplatzwiesen;
Andrer Boden unter Füßen.

“Hüh” der Halter, “Hott” die Jünger.
Weh! welch teuflich böser Dünger.
Gleich dazu noch Tod und Leid:
Gift’ger Cocktail zu Unzeit.

Sanftgemüt mit Temp’rament
Nun ausgebrochen, ungehemmt.
Lassos sausen durch die Luft.
Schnell gehandelt, zielbewußt.

Jeder zieht an seinem Seil.
Sein Hals ist stark, Genick bleibt heil.
Halter zürnt und tobt sogar;
Jetzt erst recht, er macht sich rar.

Dieses Chaos der Gedanken
Ließ mich lang apathisch wanken,
Ja, sogar beim Liebesspiel;
Schluss damit, das ist zuviel!

Dresden, Heimat, meine Muse,
Lieblich Leben und Geschmuse,
Geben Halt, welch großes Glück.
Nun kehr ich zu euch zurück.

#207, RW, 2010-08-20 12:19 CET

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Erstellt 20 Aug 2010 von Robert in Gedichte, Streben nach Glück


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